Wer außer sich ist, kann in sich keinen Halt finden

Silvia von Rabenstein – Schattentänzerin

Es gibt Momente, da sind wir „außer uns“. Im besten Fall finden wir dann auch wieder den Weg zurück in unsere Mitte.

Doch was, wenn es in der früh kindlichen Zeit passiert?
Wenn der Schock so groß ist, dass wir aus unserem menschlichen Körper herausfahren und nur zum Teil wieder zurück kehren?

Bei mir war das so. 48 Jahre lang.

Das Ergebnis war ein stetiges „mich verloren fühlen“ bzw eine gewisse „Haltlosigkeit“.

Und das führte zu einem Symptom, das mich sehr, sehr belastete:

Immer wieder suchte ich meinen Halt im Außen.
Mal im Lebenspartner, in Geschäftspartnern, Kollegen, Kolleginnen, Sportpartnern, Freundinnen.

Damit einhergehend stetige Verlustangst. „Richtig“ sein wollen, um keine Ablehnung zu erfahren. Denn das hätte ja Tod bedeutet. Parallel dazu, ewiges rebellieren, Unangepasstheit.

Und gleichzeitig das beständige Streben danach, mich davon zu befreien, von dem Stress, den Verlustängsten, der Angst vor Ablehnung. Dem Angst vor dem endlosen Fall ins Bodenlose.

Ewiger Kampf in mir, der sich natürlich in Kämpfen im Außen spiegelte.

Gefühlt lebte ich in einem Loop aus Existenzängsten. Rebellion und
Abhängigkeiten von Menschen.

Dass ich trotzdem relativ fest im Leben stand und stehe, verdanke ich wohl meinem eisernen Willen, mich mental weiterzubilden. Meine Selbstliebe immer weiter zu entwickeln und jeden Schatten zu integrieren, der mir in meinem Innern begegnete. Dieses Training ließ mich als Coach meisterhaft werden.

Gleichwohl stand ich selbst immer wieder vor der gleichen Herausforderung. Und obwohl ich sie wahrnahm, wollte ich nicht so sein. Abhängig. An anderen Menschen „festklebend“. Wer will das schon? Ist ja auch ziemlich ungeil, für beide Seiten. Mich, die „Klebende“ und dem Menschen, an dem ich klebte.
Selbstverurteilung und Scham verhinderten, dass ich für mich annehmen konnte, „so“ zu sein.

Doch es kam der Tag, an ich es satt hatte. MICH satt hatte, mit diesem ziehen in mir, mit dieser unsichtbaren Kette, an der ich immer wieder hing.

Ich rief Rebekka an, eine wundervolle Kollegin und Heilerin.
Vor unserem vereinbarten Termin, fühlte ich eine enorme Angst. Ich dachte, dass ich wieder etwas sterben lassen müsste.

Doch es sollte in der Sitzung etwas Anderes, ganz Wundervolles geschehen:

Mit Rebekka’s liebevoller Führung, ging ich zurück zu dem Moment, in dem ich mich als drei Jährige teilweise verloren hatte, als ich in einem Augenblick größter Angst und Verzweiflung „außer mir war“ und in dem ein Teil von mir den Weg „nach Hause“ nicht mehr gefunden hatte. Ich holte mein inneres, kleines Mädchen zurück in meine Mitte.

Umhüllt von Rebekka’s liebevoller Präsens und in dem Gefühl von Sicherheit ließ ich auch all die Scham zu, die sich angestaut hatte, in den Jahrzehnten. Ich ließ sie mich überrollen und durchwogen, weinte und weinte.

Und dann, beinahe sofort, fühlte ich die Veränderung.

Ich krallte mich nicht mehr, wie zuvor, nach Halt suchend, mit den Zehen in den Boden. Ich entspannte mich vollkommen.
In mir „reihte sich etwas ein“.

Die Lücke, die ich selbst, trotz aller Kenntnisse, nicht zu schließen vermochte, ist nun gefüllt.

Mein inneres, kleines Mädchen hat den Weg nach Hause gefunden.

Es ist beinahe unbeschreiblich, wie entspannt ich mich fühle, welche Last von mir abgefallen ist.

Und gleichermaßen hat sich auch die Abhängigkeit aufgelöst. Puff! Einfach weg.

Willkommen zu Hause, kleine Silvia.

Danke für dein Wirken, liebste Rebekka. Hör bitte niemals damit auf.


2 Antworten zu “Wer außer sich ist, kann in sich keinen Halt finden”

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