Es ist warm. Zweiundzwanzig Grad. 5 Uhr morgens, als ich heute Morgen aufwache.
Ich fühle mich ausgeruht und Kristall klar.
Auf der großen Terrasse, umgeben von Maulbeerbäumen und dorischen Säulen empfange ich den Tag.
Drei Wochen bin ich nun unterwegs. Zuerst war ich bei meiner Freundin im Allgäu, wo wir jeden Tag am Feuer gesessen, geredet und gelacht haben.
Nun bin ich in Spanien, bei einer anderen Freundin.
Nachdem wir von der ersten Bleibe, in einer Hauruck Aktion, das energetisch giftige Feld verlassen haben (die Geschichte würde hier den Rahmen sprengen und ist daher ein Kapitel für sich), sind wir nun dort, wo wir einfach SEIN können.
Ich würde das Haus schon kleine Villa nennen, mit dem Zitronenbaumgarten, dem Pool und den drei Terrassen, die es umgeben.
Die Freundin im Allgäu und die Freundin hier in Spanien könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine quirlig, lustig, gesellig und die Andere sehr ernst, schweigsam, und sie wirkt ein bisschen streng. Wie Tag und Nacht. Schwarz und Weiß. Und doch haben sie Gemeinsamkeiten: Beide haben Fähigkeiten. Hellsichtig und hellfühlig sind sie Beide. Sie haben ähnliche Interessengebiete. Beide haben ein Herz aus Gold. Beide sind stark. Mütterlich. Weise. Und beide sind meine Freundinnen. Beide sind ein riesiges Geschenk für mich. Ich liebe sie Beide und bin voller Dankbarkeit, dass sie in meinem Leben sind. Gleichzeitig erkenne ich all ihre Aspekte in mir selbst.
Welch wunderbares Geschenk!
Jedoch gibt es ein noch größeres Geschenk meiner Reise: Seit ich unterwegs bin, finde ich mehr und mehr zurück zu mir. Damit meine ich mehr, als nur wieder klarer zu werden. Das größte Geschenk ist die Rückkehr in meine Weiblichkeit. Ich hatte beinahe vergessen, wie sie sich anspürt. Jeden Moment, jede Sekunde empfange und genieße ich dieses Sein mit jeder Zelle, jedem Molekül und dem Raum zwischen den Molekülen.
Willkommen zu Hause, Silvia.





