
Im Dezember letzten Jahres saß ich in dem Atelier einer befreundeten Coaching Kollegin, in dem ich wohnen durfte und hatte keinen blassen Dunst, wie es weiter gehen sollte. 2023 schien mit einem großen schwarzen Loch auf mich zu warten. Es schien, dass ich mich festgefahren hatte, bis zum Bodenblech.
Dann hörte ich, durch den Sohn meiner Kollegin, von einem Schloss, das zum Hotel umgebaut würde. Man suche Verstärkung fürs Bauteam. Und so kam dann Bewegung in meine festgefahrene Lage.
Ich machte einen Termin, um mir das Projekt anzuschauen und mich anschauen zu lassen.
Bereits als wir den Schlossberg hochfuhren hatte ich das Gefühl in eine ganz besondere Energie einzutauchen. Als würde ich den Rucksack mit allen Beschwernissen hinter mir lassen.
Es passte für mich und das Team. So zog ich im Februar ein, um ein als Bauhelferin zu wirken.
Heute sitze ich hier, als Projektleiterin der Innenraumgestaltung und als andere Frau, als die, die damals hier ankam.
Vor zwei Jahren bin ich mit Diagnose Burnout, bei einer Freundin gelandet, habe dort fünf Monate im Zelt gelebt, um dann für weitere sieben in einer wundervollen WG in Mönchengladbach zu sein.
Dann kam das Atelier. Es sollte nur ein paar Wochen dauern (ich hatte einen Job in der Schweiz), doch dann kam es anders und ich war gestrandet.
Und wie gesagt schien es das Dead End of the Road zu sein.
Ja, und nun lebe ich in einem Schloss, an einem magischen Ort, in einer wundervollen Gemeinschaft das, was ich immer leben wollte: Eine Gemeinschaft, in der ich Beitrag bin und die mir beiträgt. Und in der ich so krass gewachsen bin, dass ich mich selbst nur staunend betrachten kann.
Ich schau mich an und denk mir:
„Ich bin echt ne Wuchtbrumme“ 😁
Und ich liebe den Menschen, der mir morgens im Spiegel entgegen blickt.
Es gibt einen Titel der Punk Band „Extrabreit“, der so schön heißt: „Nichts ist für immer“
Wir wenden das oft auf schöne Zeiten an, doch glücklicherweise gilt „Nichts ist für immer“ auch für schlechte Zeiten. Auch die haben ein Ende, denn Veränderung ist die einzige Konstante im Leben.
Wenn ich heute jemandem Mut machen darf, der das hier liest, dann möchte ich meine eigene Interpretation dazu hier lassen:
Es ist eine Lüge, dass es nicht weitergeht. Solange Du atmest kann alles Mögliche geschehen. Es braucht manchmal nur den Mut, die gewohnten Bahnen zu verlassen und Dir neue Wege zu erschließen.
Um es mit einem Liedtext zu sagen:
„Weiter geh’n, geh’n, immer weiter geh’n und das Leben mit neuen Augen seh’n. Und vertrau’n, trau’n, trau’n, auf das Leben bau’n. Mal nach innen und mal nach außen schau’n und weiter geh’n… Weiter geh’n.“
Denn DAS habe ich über das Leben gelernt: Es geht weiter. Und Du weißt nie, was morgen auf Dich wartet.
Also – KEEP GOING 💋
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen zaubervollen Jahreswechsel, wo immer Du gerade stehst.
In Liebe
Silvia
