Manchmal bieten sich uns Möglichkeiten.
Und weil sie nicht dem Weg zum Ziel, in unserem Kopf entsprechen, spüren wir plötzlich einen Widerstand im Körper.
Und wir fühlen Angst. In Form von Mangelndem Vertrauen. Vertrauen ins Leben. Vertrauen in uns.
Doch anstatt uns diese Angst einzugestehen, beginnen wir uns zu wehren. Oft auf sehr subtile Weise.
Und dann sitzen wir auf unserem Drama Kaltblut.
Fertig gerüstet, um in den Krieg zu ziehen.
Doch gegen wen oder was kämpfen wir eigentlich
Gegen die Angst, zu versagen?
Gegen die Angst, nicht gut genug zu sein.
Ganz aufs Kleinste gebrochen, geht es zum Schluss einfach darum, geliebt zu werden. Wir wollen lieben und wir wollen geliebt werden. Egal, ob wir uns selbst lieben oder nicht.
Also kämpfen wir gegen die Angst, nicht geliebt zu werden und verweigern unsere Möglichkeiten.
Und außerdem ist das ja nicht der Weg, den unser Verstand sich ausgedacht hat.
„Das geht nicht!“, zetert unser Verstand.
„Was, wenn Du diese Möglichkeit erhältst, weil sie zu Deinem Weg gehört?“, flüstert unsere wahre innere Stimme.
Ich sage:
Wir kennen den Weg nicht.
Wir haben uns unsere Wegkarte auf eine unbekannte Landkarte gelegt und glauben, die Landkarte müsse sich anpassen.
Wir kennen unser Ziel.
Den Weg kennen wir nicht.
Gleichwohl dürfen wir unserem Weg vertrauen.
Und der führt halt auch durch die Angst.
Die Angst, falsch abzubiegen.
Es gibt keinen falschen Weg.
Es gibt nur Umwege.
Und Kreisverkehre.
Sackgassen gibt’s auch.
Trotzdem habe ich etwas wichtiges über das Leben gelernt: Es geht weiter, solange Du weiter gehst.
Empfangen fällt vielen so schwer, weil es so leicht ist.
Im Personenverkehr hatte ich den Leitspruch:
„Jede Fahrt ist eine gute Fahrt. Ich weiß nie, was ich mitnehme.“
Damit ist nicht nur Geld gemeint. Sondern auch Gespräche und Erfahrungen.
Es geht selten einfach geradeaus zum Ziel.
Genieß die Landschaft.
Genieß die Fahrt.
Sammle Glücksmomente.
Und genieße wer Du jetzt schon bist, während Du weiter gehst.
Alles Liebe
Silvia
