Also, jeder der ein Thema mit weiblicher Anatomie und dem Lauf der Natur hat, darf jetzt diesen Artikel überspringen…Doch jede/r der Sinn für Humor und komische Geschichten hat, darf jetzt mit kommen und sich belustigen.
Der Gedanke daran mein Blut Mama Gaia zu übergeben gefällt mir. Und nachdem ich von der Erfindung der Menstruationstasse gehört habe, will ich das ausprobieren. Klingt ja auch alles schick und schön: Wiederverwendbar (noch ein Punkt FÜR Mama Gaia) und absolut dicht. Wie dicht ahne ich noch nicht, als ich im Drogerie Markt zwei Stück in verschiedenen Größen erstehe.
Also vorbereitet und rein damit. Funktioniert ganz easy, ich spüre sie nicht. Ich arbeite, mach meine fünf Tibeter. Planke. Das Teil hält dicht. Ich freu mich.
Dann kommt der Moment, wo ich sie leeren will.
Ich also aufs Klo. Vor der Schüssel hockend taste ich nach meiner Menstruationstasse. Ich spüre sie, bekomme sie zu fassen. Man soll sie aber nicht einfach an dem angebrachten Zipfel einfach ausziehen, da sie Bauart bedingt ein Vakuum erzeugt. Man soll die Seitenwand eindrücken und somit den Unterdruck entlassen. Und da hat der Frosch die Locken. Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Zusammengefaltet wie ein Klappmesser hocke ich vor der Schüssel und langsam wird es anstrengend. Alter Falter! Wieso haben die den Pinörkel zum festhalten so kurz gemacht?!
Ich presse, so kommt mir die Tasse zwar etwas entgegen, zusammen drücken kann ich sie trotzdem nicht.
Der Schweiß bricht mir aus und ich frage mich, wie so oft in meinem Leben, was zur Hölle ich mir dabei schon wieder gedacht habe. Alles fluchen nützt nix.
Ich erinnere mich an das Gynäkologen Besteck, mit dem er die Scheidenwände zur Seite drückt und hole mir einen Esslöffel. Mit dem Stiel sollte das doch klappen, mit dem Unterdruck und so…
Mittlerweile spiele ich sogar mit dem Gedanken, einen meiner Kollegen (alles Männer) zu fragen, ob er mir hilft, dieses Ding aus mir raus zu holen, lass es aber erst mal sein. Obschon sie mittlerweile wissen, was los ist.
Also hocke ich mich wieder vor die Schüssel. Das MUSS doch jetzt irgendwie gehen.
Professionell hantiere ich mit dem Löffel in meiner Muschi rum… Ohne Erfolg. Toll!
Nach mehr als einer halben Stunde bin ich einfach nur stink sauer und fluche:
„Verdammt noch mal! Herr Gott, jetzt HILF mir gefälligst, dieses Ding zu gebähren!!!“
Und er hilft – plötzlich kann ich dieses Silikonteil weiter vorziehen, drücke die Seitenwand, höre ein Zischen und ich gebähre eine Menstruationstasse….
Alter Schwede, was ne Geburt. Ich bin triefnass vor lauter Pressen 🤣 und mich zusammen klappen. Mein Rücken tut weh, aber es ist geschafft.
Memo an die Hersteller:
Macht den Pinörkel zum packen mal was länger. BITTE!!!
Dann bin ich auch gewillt, es nochmal zu probieren.
Ich bitte danken zu dürfen.
Habe die Ehre 🥳