Eigentlich ein echt simpler Satz. Und doch ist es für manche Menschen schwerer, ihn auszusprechen, als über den Atlantic zu schwimmen.

Für mich, zum Beispiel, war das so. Wegen diverser Fehlprogrammierungen.
Schon früh, als Kind, ich war so fünf, sechs Jahre alt, schlussfolgerte ich aufgrund von Beobachtung, dass, wenn man Zuwendung, Liebe, Mögen zeigt (was alles gleich Liebe ist), Ablehnung erfährt. Ich durfte das bei meinen Eltern „abgucken“ und nachdem die „Programmierung“ einmal saß, erfuhr ich genau DAS immer und immer wieder.
WIESO ERLEBEN WIR IMMER DENSELBEN FILM?
Achtung eine kleine Abhandlung zum Thema Coaching 😉
Unsere „Programmierungen“ erhalten wir durch Schreck/Schock, durch Wiederholung, starke Emotionen und Vorbilder. Diese „Programme“ werden zu einem Glaubenssatz oder auch mehreren Glaubenssätzen, die WIR uns immer wieder SELBST bestätigen. Ja, ließ das noch mal: WIR BESTÄTIGEN UNS UNSER PROGRAMM, UNSEREN GLAUBEN IMMER WIEDER SELBST. Gleichzeitig erschaffen wir uns die Bestätigungen aber auch, um das Programm auflösen. Denn ein Teil von uns, unsere Seele, kennt ja die Wahrheit.
In meinem Fall habe ich mir wirklich schmerzhafte Erfahrungen kreiert. Und ich hatte ein großes Verbotsschild in mir drin, auf dem Stand:
ZUNEIGUNG AUSDRÜCKEN VERBOTEN!
Das Resultat war, dass ich es auf Umwegen versuchte auszudrücken. Wir sind ja nun mal Liebe. Und Liebe will fließen. Ob als Freundschaft, Partnerschaft oder sonst wie. Das ist das WAHRE NORMAL. In meiner Welt war es das nicht. Das Resultat war, dass sobald ich jemandem mochte, sofort eine riesige Welle von Scham aufwallte. Und wenn es Tage gab, an denen ich eigentlich eine Umarmung gebraucht hätte, hab ich bildlich gesprochen, gekratzt und gebissen. Wie ein verletztes Tier.
Nachdem ich dises riesen Thema gelöst hatte, konnte ich endlich mal jemandem schreiben, dass ich ihn mag und schätze, ohne mich dabei schlecht und falsch zu fühlen. Und doch war da am nächsten Morgen ein Anflug von Angst. Der ich folgendermaßen begegnete:
Ich setzte mein inneres Kind auf meinen Schoß und erklärte ihm, dass das, was wir vorher gelebt hatten die Lüge war. Und dass Zuneigung auszudrücken die Wahrheit ist. Dass nichts verwerflich daran ist, jemanden zu mögen. Dass wir damals etwas falsch verstanden hatten. „Ja, aber was, wenn der andere uns nicht mag?“, kam zurück. „Dann hab ich dich immer noch lieb und Gott hat uns lieb. Und das ist es, was zählt. So einfach ist das. Und du darfst den Anderen trotzdem mögen. Ist das nicht toll?“
Das nennt man dann in Spiri Deutsch Liebe ohne Anhaftung.
Amen und so… 😊
PS: Wer sich wundert, dass ich mich wieder Gott zugewandt habe, nachdem ich ihm Jahrzehnte den Rücken gekehrt hatte, wisse dies: Ich durfte erkennen, dass das Christus Bewusstsein durch uns wirkt. Das Christus Bewusstsein und Gott sind eine Frequenz, keine Personen. Da sitzt niemand mit langem Bart und erigiertem Zeigefinger und dickem Buch auf einer Wolke, um uns zu verurteilen.
Die Christus Frequenz/Gott ist die Frequenz von Freude, Dankbarkeit, Güte, Hingabe, Liebe, Ekstase, Verbundenheit.
Das bedeutet allerdings nicht, dass wir unsere Grenzen nicht wahren dürfen. Oder mal auf den Tisch hauen und Tacheles reden. Doch auch das kann man mit Liebe tun.
Intention matters 💖🙏
